VDMD e.V. - Netzwerk deutscher Mode-und Textildesigner

Kultur & Kreativwirtschaft

Die Initiative der Kultur & Kreativwirtschaft der Bundesregierung hilft dem Wirtschaftsmarkt DESIGN, und insbesondere den freiberuflichen Designern in Fragen der Netzwerke, Existenzgründung, Förderprogrammen und Weiterbildung. Jedes Bundesland hat einen Ansprechpartner, der in mindestens 3 Städten des jeweiligen Bundeslandes Sprechstunden abhält.

Ob DESIGN, Architektur, Musik oder Werbung – die Kultur- und Kreativwirtschaft ist eine vielfältige Branche. Ihr gehören sowohl freiberuflich arbeitende Künstler und Kulturschaffende als auch Kleinstunternehmerinnen und -unternehmer wie Kunsthändler, Agenten und Galeristen an.

Um die Wettbewerbsfähigkeit der Branche zu steigern, hat die Bundesregierung im Jahr 2007 die Initiative Kultur- und Kreativwirtschaft gestartet.

Koordiniert wird die Initiative vom Bundesministerium für Wirtschaft und Technologie und dem Beauftragten für Kultur und Medien.

Die elf Teilmärkte der Kultur- und Kreativwirtschaft

 

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Die Kultur- und Kreativwirtschaft wird insbesondere von Freiberuflern sowie von Klein- und Kleinstbetrieben geprägt. Sie sind überwiegend erwerbswirtschaftlich orientiert – also nicht primär im öffentlichen (Museen, Theater, Orchester in öffentlicher Trägerschaft) oder zivilgesellschaftlichem Sektor (Kultur-, Kunstvereine, Stiftungen, etc.) – und beschäftigen sich mit der Schaffung, Produktion, Verteilung und/oder medialen Verbreitung von kulturellen oder kreativen Gütern und Dienstleistungen.

Branche mit Zukunft

Seit Ende der 80er Jahre entwickelte sich die Kultur- und Kreativwirtschaft bezogen auf Umsatz und Beschäftigung zu einem der dynamischsten Wirtschaftszweige der Weltwirtschaft. In Europa hat sie rund 277 Milliarden Euro (2,4 Prozent) zum Bruttoinlandsprodukt (BIP) der Europäischen Union beigetragen (2009). Ihr Beitrag zur volkswirtschaftlichen Gesamtleistung (Bruttowertschöpfung) in Deutschland betrug im Jahr 2011 schätzungsweise knapp 63 Milliarden Euro (2,4 Prozent). Damit ist sie vergleichbar mit den großen Industriesektoren Automobil, Maschinenbau und Chemie.

Wirtschafts- und Standortfaktor

Kultur- und Künstlerförderung ist zugleich auch Wirtschaftsförderung. Längst gilt das kulturelle Umfeld einer Region oder Kommune als entscheidender Standortfaktor bei der Ansiedlung von Unternehmen. Länder und Kommunen erkennen zunehmend die Bedeutung der Kultur- und Kreativwirtschaft und richten Anlaufstellen für die Förderung der Kultur- und Kreativwirtschaft ein.

Ziele

Die Erwerbschancen innovativer kleiner Kulturbetriebe sowie freischaffender Künstlerinnen und Künstler soll verbessert werden.

Das bedeutet im Einzelnen,

  • die Kultur- und Kreativwirtschaft als eigenständiges Wirtschaftsfeld und als Wachstumsbranche zu etablieren und deren Wettbewerbsfähigkeit zu stärken.
  • das volkswirtschaftliche Monitoring fortzuführen und einen jährlichen Überblick darüber zu gewinnen, wie sich die Kultur und Kreativwirtschaft entwickelt.
  • den begonnenen Dialog hinsichtlich der Strukturen, Herausforderungen, Entwicklungslinien und Bedarfe der einzelnen Teilmärkte fortzusetzen.
  • die wirtschaftliche Vernetzung innerhalb der Kultur- und Kreativwirtschaft zu verbessern.
  • ein Netzwerk für die Akteure der Kultur- und Kreativwirtschaft aufzubauen, um u.a. über Fördermöglichkeiten zu informieren und insbesondere die Gründerinnen und Gründer in der Gründungsphase zu qualifizieren.
  • die wirtschafts- und technologiepolitischen Programme zu überprüfen und ggf. anzupassen, um vermehrt Unternehmen aus der Kultur- und Kreativwirtschaft in ihrer Entwicklung fördern zu können.
  • den Zugang zu Fremdkapital insbesondere für Freiberufler sowie kleine Kulturwirtschaftsunternehmen zu erleichtern
  • den Zugang zu Programmen der Außenwirtschaftsförderung zu verbessern, um das Potenzial der inländischen Kultur- und Kreativwirtschaft im Ausland noch stärker als bisher zu präsentieren.
  • die Künstlersozialversicherung zu erhalten und weiter zu stabilisieren
  • den Rahmen für digitalen Urheberschutz fortzuentwickeln, um die Balance Die zwischen Urhebern und Nutzern wieder herzustellen.

Umsetzung

Ein zentrales Element der Initiative ist die Etablierung des Kompetenzzentrums Kultur- und Kreativwirtschaft des Bundes. Damit gibt es für den Wirtschaftszweig erstmalig auf Bundesebene eine eigene Plattform für Information, Beratung und Vernetzung.

Seit 2010 führen die deutschlandweit acht regionalen Ansprechpartner des Kompetenzzentrums an mittlerweile über 80 Orten mit Existenzgründerinnen und -gründern, freischaffenden Künstlern und kleinen Kreativbetrieben individuelle und kostenfreie Orientierungsberatungen durch. Dabei arbeiten sie eng mit den bestehenden Beratungs- und Förderangeboten vor Ort zusammen. Das Internetportal der Initiative bietet darüber hinaus Freiberuflern und Unternehmen der Kultur- und Kreativwirtschaft Informationen zu Wirtschafts- und Rechtsfragen, zeigt Finanzierungs- und Fördermöglichkeiten auf, informiert über aktuelle Ausschreibungen und Aktivitäten in den Bundesländern.

Branchenhearings und -gespräche mit den relevanten Akteuren, das jährliche Monitoring zur Branchenentwicklung der Kultur- und Kreativwirtschaft, der Wirtschaftsdialog zur Bekämpfung der Internetpiraterie sowie der Wettbewerb “Kultur- und Kreativpiloten Deutschland„, mit dem – bereits zum dritten Mal – besonders kreative und innovative Geschäftsideen ausgezeichnet werden, sind weitere Maßnahmen mit denen die Initiative ihr Ziel, der Branche “Gewicht und Gewicht„ zu geben, verfolgt.

Team & Kontakt

Das Team des Kompetenzzentrums ist unter der Infoline-Nummer +49 (30) 346465300 montags bis freitags von 10.00 bis 18.00 Uhr zu erreichen. (Festnetzpreis je nach Anbieter/ggf. abweichende Preise für Anrufe aus den Mobilfunknetzen).

Anfragen sind auch über die zentrale E-Mailadresse kontakt@kreativ-bund.de möglich.

Leitung

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Harm Wurthmann
fon: +49 (151) 26467289
wurthmann@rkw-kreativ.de
 

 
rost-christian
Christian Rost
fon: +49 (151) 15126467281
rost@rkw-kreativ.de
 

 

Regionale Ansprechpartner

Die jeweiligen regionalen Ansprechpartner finden Sie auf der Projektseite.