VDMD e.V. - Netzwerk deutscher Mode-und Textildesigner

Mara Michel und Susan Wrschka im Interview mit Sat.1

Geschrieben am: 12.09.2017

Einen Teilausschnitt dieses Interviews konnten Sie bereits am Freitag Abend auf Sat.1 und Pro 7 sehen.

Wenn Sie das ganze Interview sehen wollen, schicken Sie uns bitte eine kurze E-Mail.
Sie erhalten dann die Links zum Live-Interview von uns.

Mara Michel und Susan Wrschka sagen übereinstimmend, dass Endkunden kein Verständnis mehr dafür haben, wenn große Konzerne „auf Promi-Tour reiten“. Gerade Lidl und inzwischen auch Aldi Süd legen großen Wert auf nachhaltige und regionale Lebensmittel. Warum hypen sie dann „Billigklamotten“? Jeder weiß, dass bei den Preisen in Fernost, oder anderer Billig-Lohn-Länder produziert wird, unter menschenunwürdigen und -verachtenten Bedingungen.
Auf die Frage was wir als Modefachleute davon halten gibt es nur eine Antwort:
Die Zukunft liegt darin, dass für alle Produkte Ehrlichkeit und Nachhaltigkeit an erster Stelle steht.
Ganz davon abgesehen, dass beide Damen (Heidi Klum und Anastacia) keine Ahnung von professionellem Modeentwurf haben.
Sie verkaufen lediglich für viel Geld ihren Namen und ihr Gesicht. Das ist für Promis eine verständliche Handlungsweise, nicht jedoch für die beiden Giganten Lidl und Aldi Süd. Ihnen würde besser anstehen, ihre Mittel für Modekultur einzusetzen und begabte Mode-Labels zu unterstützen, in dem sie deren Kollektionen produzieren und verkaufen.
Gute Beispiele sind: Jette Joop, Anja Gockel und Thomas Rath.

Die Geldmittel, die sie für die TV- und Prospekt-Werbung eingesetzt haben, hätte 10 Freelancer/Label-Designer*innen mit sehr guter Mode sichtbar gemacht.
So kam wieder mal nur Bekleidung als Massenware dabei heraus, die „Highend-Mode“ genannt wird:
Sattsam bekannt, tödlich langweilig und „Tiger-/Leopard-Chichi“ zu unannehmbaren Billigpreisen – Das Normalste vom Normalen, statt Modekultur!

Wir wünschen uns von global agierenden Konzernen, dass sie ehrlicher auf den Kunden eingehen und ihre Geschäftsmodelle auf Unterstützung von Bio-Bauern, Dritt-Lohn-Ländern und professionellen Designer*innen in unserem Land ausrichten.

Unser Appell an Aldi Süd und Lidl:
Unterstützung haben Kollektionen verdient, wie die von Verena Freifrau Ebner von Eschenbach (Edelreich von Eschenbach), Sophia Schneider-Esleben (SSE – Slow – Smart – Eco), Herman Kawuma (ugandischer Textil-Künstler), Sabine Wagner (Sabine Wagner Kleider), Doris Hartwich (Hartwich Design), Michael Spitzbarth (bleed clothing), Petros Schöner (#doit underwear), Caroline Klein (Phil & Lui), Antje Kuhn (Fashion Graphic Design), Heidi Beck (Heidi Beck Design), Adriana Schrader-Lensdorf (BARYON), Ursula Laudien (Laudien Berlin), Martine Lewe (Lewe Design),  Susanne Dobler (Dobler Design), Arosha Rosenberger (Tuschimo), Christina Schockemöhle (Reitkleidung), Angela Thiel-Entacher (Ein schöner Fleck Erde OG), Stefanie Wiebelhaus (SIMPLY WEAR – WIEBELHAUS), um nur einige Beispiele zu nennen.

Mara Michel  für den VDMD.

 

(Fotoquelle: VDMD)

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