(Fotoquelle: ©VDMD – Links Pia Bender, Rechts Tim Wörz - beim

Einrichten des Ateliers)

Pressemitteilung

Zukunft der Mode:

VDMD bringt Produktion

zurück zu ‚Made in Germany‘

Würzburg, 22. Juli 2026 – VDMD (DAS Netzwerk für Mode- und Textildesign) setzt ein starkes Zeichen für die Zukunft der Modebranche und holt die Fertigung hochwertiger Textilien zurück nach Deutschland und läutet dadurch die Renaissance der regionalen Textilproduktion ein.

Das VDMD-Projekt ManuFashion® Manufakturen übersteigt mit über 20 sofortigen Aufträgen in der Pipeline alle Erwartungen und es ist ein eindrucksvoller Beleg für das immense wirtschaftliche Potenzial und das Vertrauen der Modebranche in regionale Strukturen. Dadurch löst das innovative Netzwerkmodell das Nachwuchs- und Überproduktionsproblem der Modeindustrie.

Dieses Konzept trifft den Nerv der Zeit und den exakten Bedarf des Marktes.

Wir brauchen kein 1.111tes T-Shirt in der Produktion, sondern Mode auf Nachfrage.

So können die ca. 8.600 kleinen Modelabels in Deutschland mit Kleinstserienfertigung unterstützt werden, sowie die großen Modefirmen mit Capsule Kollektionen und on demand.

Die Krise als Katalysator

Die Modeindustrie krankt an einer massiven Überproduktion – 9 Millionen Kleidungsstücke bleiben jährlich unverkauft.

Gleichzeitig führen die Auslagerung in Drittländer und lange Transportwege zu enormen CO₂-Belastungen und Lieferkettenrisiken. Ein weiteres strukturelles Problem betrifft das Inland: Deutschland verfügt über rund 50 renommierte Maßschneider-Schulen, die jährlich bis zu 600 hochqualifizierte Fachkräfte für Fertigung ausbilden. Jedoch finden die AbsolventInnen kaum Perspektiven, um ihr hohes Können einzusetzen.


Hier setzt der VDMD an: Das Projekt führt junge Maßschneider-GesellInnen und -MeisterInnen in hocheffizienten Manufakturen direkt in die wirtschaftliche Selbstständigkeit. Genutzt werden lokale Leerstände für Werkstatt und Showroom. Eine zentrale digitale Plattform ManuFashion® steuert die Auftragsvermittlung, Kalkulation und Kommunikation zwischen Designern, Industrie und Manufakturen. So bleibt der VDMD operativer Partner aller GründerInnen.

„Unsere Vision

ist ein bundesweites Netzwerk kleiner Fertigungs-Hubs, um den Nachwuchs zu sichern und die regionale Produktion nachhaltig zu stärken. Die Tatsache, dass die Erstgründung ManuFashion® Manufaktur Bayern sofort ca. 20 Aufträge in der Pipeline hat, entkräftet das Vorurteil, eine Fertigung im Inland sei unwirtschaftlich oder zu teuer. Wir sind preislich gleichauf mit osteuropäischen Kollegen und bieten unschlagbare Flexibilität“, erklärt Mara Michel, Geschäftsführerin des VDMD.


Praxisbeweis und Ausblick

Der erfolgreiche Start der ManuFashion® Manufaktur Bayern durch das Gründer-Duo Pia Bender (Modedesignerin & Maßschneider-Gesellin) und Tim Wörz (Modedesigner & Maßschneider-Meister) markiert den Beginn des Rollouts. Namhafte Unternehmen wie zum Beispiel die Firma Klotz (Mömlingen) für ihre Maßkonfektion im Bereich Männermode, sowie Sweersocean (Aachen) und WOTE (Würzburg) sind in Vertrags-/Auftragsgesprächen mit der Manufaktur.

Der VDMD plant nun die zügige Skalierung auf weitere Bundesländer wie Nordrhein-Westfalen, Hessen und Baden-Württemberg, für die bereits beidseitig konkrete Interessenten vorliegen. Um den bundesweiten Aufbau zu beschleunigen, lädt der Verband visionäre Investoren, Industriepartner und die Wirtschaftsförderung zur

Zusammenarbeit ein.

Ein Modell – Drei-Wege-Vorteile für die gesamte Wertschöpfungskette

• Für die Industrie & Modemarken: Hersteller profitieren von maximaler Flexibilität und bedarfsgesteuerter Produktion („On Demand“) in Klein- bis Mittelserien (10

bis 1.000 Teile) ohne Lagerrisiko. Zudem lösen die Manufakturen ein akutes regulatorisches Problem: Durch integrierte Repair-Services und Upcycling unterstützen sie Marken perfekt bei der Einhaltung der neuen EU-Ökodesign-Verordnung (ESPR) und dem Recht auf Reparatur (Right to Repair).

• Für Label-DesignerInnen: DesignerInnen erhalten direkten Zugang zu erstklassiger Handwerksqualität und moderner Technik (z.B. CAD-Systeme). Kurze Kommunikationswege ermöglichen eine schnelle, unkomplizierte Umsetzung kreativer Kollektionen ohne sprachliche oder logistische Barrieren im Ausland.

• Für die Endkunden: Konsumenten erhalten langlebige, authentische Produkte statt Fast Fashion. Regionale Lieferketten garantieren lückenlose Transparenz und eine hervorragende CO₂-Bilanz. Zudem profitieren sie von lokalen Anlaufstellen für den Werterhalt ihrer Kleidung.

Über den VDMD e.V.:

DAS Netzwerk Deutscher Mode- und Textil-Designer e.V. in Deutschland (VDMD) hat seinen Sitz in Würzburg. Er vertritt seit über 40 Jahren die Interessen der

DesignerInnen gegenüber Wirtschaft und Politik und bietet umfassende Trendforschung und Mentoring an. Der VDMD ist u.a. im Deutschen DesignTag, dem

Deutschen Kulturrat sowie im Bündnis für nachhaltige Textilien der Bundesregierung aktiv vernetzt.

Pressekontakt:

Mara Michel, CEO VDMD

VDMD – DAS Netzwerk für Mode- und Textildesign

info@vdmd.de

0176 – 31 26 8197