
Kulturmensch Iris Berben
Der Deutsche Kulturrat schreibt zur Verleihung des Deutschen Kulturpolitkpreis 2026:
Sehr geehrte Damen und Herren,
Gestern Abend haben wir den Deutschen Kulturpolitikpreis 2026 an die Schauspielerin Iris Berben verliehen. In einer feierlichen Veranstaltung in der Staatsbibliothek zu Berlin würdigte der Deutsche Kulturrat Berbens jahrzehntelanges Engagement gegen Antisemitismus, Rassismus und Rechtsextremismus sowie ihren Einsatz für Erinnerungskultur, jüdisches Leben und demokratische Bildung.

| Prof. Christian Höppner (Präsident des Deutschen Kulturrates) mit der
Preisträgerin Iris Berben © Deutscher Kulturrat | Benjamin Zibner

| v.l.n.r. Kulturstaatsministerin a.D. Monika Grütters, S.E. Ron Prosor
(Botschafter des Staates Israel), Prof. Christian Höppner (Präsidentin des Deutschen Kulturrates), Iris Berben, Olaf Zimmermann (Geschäftsführer des Deutschen Kulturrates), Prof. Dr. Marion Ackermann (Präsidentin der Stiftung Preußischer Kulturbesitz)
© Deutscher Kulturrat | Benjamin Zibner
In ihren Begrüßungen hoben Prof. Dr. Marion Ackermann, Präsidentin der Stiftung Preußischer Kulturbesitz, und Prof. Christian Höppner, Präsident des Deutschen Kulturrates, hervor, dass Iris Berben ihre große Bekanntheit seit vielen Jahren mit gesellschaftlicher Verantwortung verbindet. Mit Lesungen, Schulbesuchen, öffentlichen Diskussionen und Reden setzt sie sich unermüdlich für Demokratie, Vielfalt und gesellschaftlichen Zusammenhalt ein.
Der Pianist Igor Levit würdigte in seiner Laudatio Berbens beharrliches gesellschaftliches Engagement und ihr konsequentes Eintreten gegen Menschenfeindlichkeit. Zugleich gestaltete er den Abend mit musikalischen Beiträgen.

Iris Berben mit Laudator Igor Levit |
© Deutscher Kulturrat | Benjamin Zibner

© Deutscher Kulturrat | Benjamin Zibner
In ihrer Dankesrede zeigte sich Iris Berben bewegt über die Auszeichnung. Sie plädierte eindringlich dafür, Kunst und Kultur nicht zu instrumentalisieren, um auszugrenzen. Es müssen Schutzräume bewahrt werden, die Diskurs ermöglichen. Anschließend zitierte Berben aus Kapitel 23 von Sebastian Haffners „Geschichte eines Deutschen” (Random House, 2000).
Die Preisverleihung klang bei einem anschließenden Empfang mit zahlreichen Gästen aus Kultur, Politik und Zivilgesellschaft aus.
Es war eine der bewegendsten Preisverleihungen, die ich bisher mitgestalten durfte. Danke an Igor Levit und besonders an Iris Berben. Und danke an alle Gäste dieses wunderbaren Abends.
Ihr
Olaf Zimmermann
Geschäftsführer des Deutschen Kulturrates